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THONDORF-Blog oder Was geht im Steyr Puch Freundeskreis ….

Liebe Puchianer,

hier in unserem Blog seht ihr regelmäßig auf einen Blick, was uns im Freundeskreis so umtreibt. Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei einem unserer nächsten Treffen !

Gerne auch über Dein Feedback, Anregungen oder auch ein Wunschthema an info@steyr-puch.org


April 2024

Nummer 9

Messeauftakt

Viel Zuspruch erfuhren wir mit unseren beiden Fahrzeugen auf der Techno Classica 2024 in Essen. Ob ehemalige Rennfahrer oder künftige Enthusiasten, alle hatten Freude an unserem gelungenen Auftritt.



Nummer 8

Bambusauto

Ein Auto aus nachwachsenden Rohstoffen? Bambus? Nun aber der Reihe nach. Es begann vor über 15 Jahren: Zuerst fliegt der alte Gammel raus, rostige Bleche abschneiden und Hohlräume auftrennen. Die ganze Aussenbeplankung sowie der Boden ist eh durch und muss erneuert werden. Dann alles gut strahlen, säubern und grundieren. Über Jahre gut abhängen und warten, wie es weitergeht. Jahr 2023: Plötzlich hat der nach langer Suche ausgewählte Handwerker einige Wochen Zeit. Stück für Stück wächst alles wieder zusammen. Seine begnadeten Hände schaffen ein Kunstwerk. Zum Schluss die originale Puch-Farbe: Bambusgelb – ein Traum. Strahlt wieder wie neugeboren…


März 2024

Nummer 7

Blub Blub Blub

Wieder Öl am Motor? Es scheint von der Benzinpumpe zu kommen. Oder doch vom Öl-Einfüllrohr? Bestimmt sind die Schrauben locker, also festziehen. Oder abschrauben und dick Silikon drum. BITTE NICHT!
Eine inzwischen häufige Ursache sind feine Risse am Ansaugrohr in Flanschnähe. Neu ist das Teil nicht mehr erhältlich. Mit Hilfe einer Fahrradpumpe mit Schlauch, Klebeband und einem Eimer Wasser ist die betroffene Stelle leicht zu lokalisieren. Vorher alles gut säubern, fettfrei machen und danach hartlöten. Nochmal prüfen und dann schwarz lackieren, NIEMALS strahlen! Dann ist alles wieder hübsch und dicht wie früher…


Nummer 6

Der Schwimmer ist ab

Der Schwimmer ist ab. Oder voll Benzin. Oder nicht richtig eingestellt.
Der kleine Weber 32ICS zickt schon mal. Ist der Benzinverbrauch mächtig angestiegen? Oder knallt der Motor ins Auspuffsystem? Dann ist es höchste Zeit, einmal den Vergaser zu öffnen. 
Jammern auf hohem Niveau so zusagen, gilt der Weber 32ICS aber trotzdem als sehr gute Vergaservariante. Und wenn das Schwimmersystem nicht richtig arbeitet oder nicht richtig eingestellt ist (2/8,5mm !), kommt keine Freude auf. Tauschen oder neu verlöten, einstellen und alles ist wieder so, wie es sein soll…


Nummer 5

Der Winkelhebel läuft ein

Daraus ergeben sich veränderte Steuerzeiten. Das mag nicht jeder bemerken, aber besser wird das System dadurch auf Dauer nicht. Eine deutlich fühlbare Welle oder sogar Stufe zeigt den Verschleiß.
Schleifen hilft und ist beim Vollmaterial möglich. Die Grundhärte des Materials lässt es zu. Bis zu einem gewissen Verschleiß. Wichtig ist der Schleifradius, die erforderliche Balligkeit. Hier hilft eine eigens dafür angefertigte Vorrichtung, mit der sich exakt arbeiten lässt. Der Schleifvorgang dauert seine Zeit, da immer wieder gekühlt werden muss. Auch muss der Schleifkörper von Zeit zu Zeit abgerichtet werden. Zuletzt die Fläche auf einer Richtplatte auf eine ganz feine Oberfläche mit immer feiner werdenden Körnungen schleifen.
Die Belegung mit Widia Hartmetall wäre eine andere Lösung, aber dies wäre genügend Inhalt für einen eigenen Blog.
Die Nockenwelle, die Steuerzeiten und ein ruhigerer Motorlauf sagen danke…


Nummer 4

Zu tief ist es nicht gut

Wer genau hinschaut, sieht ein zu tief sitzendes Drucklager gegenüber der Getriebewelle. Leider kein Einzelfall. Die beiden rotierenden Teile haben keinen gemeinsamen Drehpunkt. Nicht weiter schlimm, da das auch Ausrücklager genannte Element ja nur beim Schaltvorgang gegen die Kupplungsdruckplatte “unter Druck” kommt. Doch über die Zeit entsteht hier ein Verschleiß -abgesehen von den Vibrationen- , der sich mit einfachen Mitteln mindern lässt. Da jegliche Messung nur äußerst aufwendig wäre und das Drucklager innerhalb des Ausrückhebels ein klein wenig Spiel hat, hilft hier das Augenmaß. Die eingepresste Stahlhülse wird mir einem geeigneten Bolzen und einem oberen Gegenlager (passendes Rohrstück) bis zur gesetzten Markierung hochgezogen. Nach der Montage alles wieder zusammenstecken und kontrollieren, dann läuft es wieder rund…


Februar 2024

Nummer 3

Das Loch im Lüfterrad ist ?

Nicht schön, oder auch: Wer macht so etwas?
Für die Spannung der Keilriemen oder deren Austausch muss die Verschraubung der Riemenscheiben gelöst werden. Zur Fixierung befindet sich ein Loch im Lüfterrad. Mit Hilfe eines passenden Schraubendrehers finden wir üblicherweise auf etwa 11 Uhr (manchmal bei 13 Uhr oder auch ganz woanders) eine Gussnase zur Abstützung. Das Anzugsmoment liegt bei 55 Nm.
Leider finden sich oft misshandelte Lüfterräder, an denen andere Blockierversuche zum Beispiel durch verbogene Flügel sichtbar sind. Oder unpassende Blockierwerkzeuge verwendet wurden. Mit Hilfe eines Kupferstreifens erfolgt die Reparaturschweissung. Viel Mühe sollte man sich beim Verputzen der Schweißstelle geben, die Lüfterräder sind gewuchtet. Danach das neue Loch an alter Stelle neu bohren. Alles neu lackiert und wieder fit für die nächsten Umdrehungen…


Nummer 2

Nicht ganz dicht

Schon wieder Öl im Bereich der Riemenscheibe und im Motorraum? Der Grund ist bald gefunden in Form eines verschlissenen Dichtrings und einer defekten Lauffläche für diesen Wellendichtring. Jetzt heißt es die Fläche nachschleifen (nicht mit dem Drehstahl bearbeiten). Dabei ist die neue Form streng genommen nicht mehr zylindrisch, das stört den Dichtring aber nicht. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, oder die Arbeitsschritte scheut, kann einen neuen Wellendichtring an anderer Position einbauen oder einen schmäleren Ring verwenden. Kann funktionieren. In ganz hoffnungslosen Fällen hilft eine Wellenschutzhülse.
Nur noch einen neuen Wellendichtring montieren, die Verschraubung der Riemenscheibe mit dem Kupferdichtring mit 140 Nm anziehen, dann ist er hier wieder dicht und läuft wieder wie früher…


Januar 2024

Nummer 1

Ganz Rohr

Irgendwie lief der kleine Boxermotor merkwürdig, piff paff und plopp. Vergaser? Auch das Auspuffgeräusch klang nicht mehr wie früher. Inzwischen war auch Abgasgeruch im Motorraum. Hinter der Gebläsehaube dann der sichtbare Fehler – die Vergaservorwärmung war durch. Einfach absägen und stilllegen? War früher schon gut, der Entwickler hat sich für den Normalbetrieb schon etwas dabei gedacht. Also passendes Rohr besorgen, nachbiegen und einlöten. Nun schnurrt er wieder wie‘s sein soll…


Hier gibt es alles, was uns so umtreibt. Aus aktuellem Anlass und von den alten Hasen, die leider nicht mehr unter uns sind. Viele Themen wurden durch sie überliefert und sollen auch über diesen Weg für uns erhalten bleiben. Ob Rennfahrer, Mechaniker oder Haflinger-Besitzer.